The bicycle is the purest form of independent mobility. It requires no license, insurance, fuel, or complex maintenance. The autonomy it provides has profound value in an age where nearly every aspect of life is mediated by systems, platforms, and service providers. The bike is yours, it responds only to you, it runs on your energy. Choosing a bike in a car-dominated world is an act of cultural resistance. Every pedal stroke is a vote for a more livable, humane, and just city. Every time we ride, we affirm our freedom 🚲
IG @critical_mass_bergen
Das Fahrrad ist die reinste Form unabhängiger Mobilität – kein Führerschein, keine Versicherung, kein Sprit, keine komplizierte Wartung. In einer Zeit, in der fast jeder Lebensbereich über Plattformen und Dienstleister läuft, hat genau diese Autonomie einen eigenen Wert.
Das Rad gehört dir, reagiert nur auf dich, fährt mit deiner eigenen Energie.
Sich in einer autodominierten Welt fürs Fahrrad zu entscheiden, ist ein Akt kultureller Resistenz. Jeder Tritt in die Pedale eine Stimme für eine lebenswertere, menschlichere, gerechtere Stadt. Jede Fahrt eine Bestätigung der eigenen Freiheit. 🚲
26-09-27
Drei Mal die Zahl Zehn, und die ganze Weltlage ist erklärt. Dr. Tim Meyer bringt in unter drei Minuten auf den Punkt, was eigentlich alle wissen müssten, aber kaum jemand ausspricht: 10 Länder sitzen auf 73 % aller Öl- und Gasreserven — das erklärt Trump, Venezuela, den ganzen fossilen Wahnsinn gerade. 97 % der Menschheit leben dort, wo Sonne und Wind zehnmal mehr Energie liefern könnten, als sie heute verbrauchen. Und unter 10 Cent pro Kilowattstunde ist schon heute auf 75 % der Welt möglich — rund um die Uhr.
Das ist der eigentliche Grund für den geopolitischen Ärger: Die Energiewende ist eine Unabhängigkeitserklärung von zehn Ländern, die daran wenig Interesse haben. Und die gute Nachricht: Es wird nicht teurer, es wird billiger. Darf man auch mal feiern.
Noch eine Zahl von Tim Meyer, die sitzt: 40 % des weltweiten Schiffsverkehrs transportiert nur fossile Brennstoffe — Kohle, Öl, Gas. Die IEA hat mal ausgerechnet, was das bedeutet: Um in Deutschland 50 Terawattstunden Strom zu erzeugen, reicht ein einziges Containerschiff mit Solarmodulen und Batterien — liefert 25 Jahre lang Strom. Die fossile Variante: 77 Schiffe voller Kohle, die verbrannt wird, plus noch mal fast 100 „Geisterschiffe“ an Kohle, die als Abwärme einfach durch den Schornstein verpufft.
Das ist die Größenordnung, über die wir hier reden: ein Containerschiff gegen 177. Und wir wundern uns, warum Donald Trump lieber an der Straße von Hormus rumfummelt, statt einfach mal nachzurechnen.
26-08-22
Wolfgang Bauer beschreibt in der ZEIT eine Wanderung durch die Schwäbische Alb im Sommer 2026: verkohlte Wälder, verdurstete Mäuse, kein Vogelgesang. „Die Sahelzone Deutschlands“, nennen es Bauernverbände inzwischen selbst. Sein Satz bleibt hängen: „Die Zukunft war uns in Deutschland immer schon zu teuer.“ Jahrzehntelange Klimaleugnung, weil Umweltschutz als Luxusgut galt, das man sich erst leisten können musste.
Am bitteren Ende: Bauern, die trotz 80 % Ernteausfall keinen Traktor vor dem Kanzleramt parken, sondern nur nach mehr Steuernachlässen fragen. Bauer nennt es Leichenfledderei. Und die AfD nutzt die Brände längst, um gegen Einwanderer zu hetzen, statt die eigene Klimaleugnung einzugestehen.
Ein Zitat von Wolf Biermann vor einiger Zeit in der ZEIT getan, kommt mir im Hinblick auf die Wahlen dieses Jahr in den Sinn:
„Die, die zu feige waren in der Diktatur, rebellieren jetzt ohne Risiko gegen die Demokratie.“
„Den Bequemlichkeiten der Diktatur jammern sie nach und die Mühen der Demokratie sind ihnen fremd.“
26-07-06
Ein für alle Mal, hier wird kurz erklärt warum es eine saudumme Idee ist, Dinge zu verbrennen und das nicht nur aus Klimagründen sondern ganz allein weil es teuer ist.
26-06-27 Eine Hitzwelle überrollt Deutschland und Europa, alles schreit nach Abkühlung, die Kerninfrastruktur schmilzt buchstäblich, die offenen Flanken treten ein weiteres mal zutage. Und die Realität zeigt mal wieder dass es in Sachen Energiesystem nur einen Weg gibt: -> Jeden Tag, jede Minute wird der Weg klarer (eigentlich!)
Dass die Regierung hier zu nichts (oder nur belanglose Floskeln) sagt, ist ein Skandal für sich, wird aber an dieser Stelle nur noch mit unerträglicher Mütigkeit kommentiert.
26-06-26 Super Bicycles: ein Lastenradhersteller macht es einfach und offen für alle, wie geil ist das denn?
26-06-25 2 x Dirk Specht und dem Beschreiben der Wirklichkeit
Dirk Specht war kurz hintereinander zu Gast in zwei Podcasts. In beiden berichtet er vom Stand der Dinge, den die Energiewende in China schon hat und wie weit wir in Deutschland dem hinterherhinken. Schwankend zwischen Faszination und Frust höre ich es und bin absolut überzeugt davon dass wir nur in die eine Richtung gehen können. „Alles wird Strom“
26-06-14Habeck im Gespräch – Ringen um Lösungen und der Journalist spielt simple Spiele
Robert Habeck ist beim Spiegel und Markus Feldenkirchen eingeladen. Er bringt wieder mal seine hervorragenden Gedanken zu Protokoll und man spürt wie wichtig es ihm ist, diesen gemeinsamen Raum für Ideen und Austausch zu haben. Der Journalist hat allerdings dümmliche Spiele vorbereitet, Habeck macht es mehr als deutlich was er davon hält und Herr Feldenkirchen verpasst die Chance auf ein großes Interview, das vom vorbereiteten Skript abweicht. Schade.
Peter Unfried von der taz spricht mir aus der Seele mit seiner Beobachtung der Gleichzeitigkeit von zwei Welten, der von Habeck und der von Feldenkirchen. Und der eigentlichen Frage, die wir uns stellen müssen.
„Dieser flickenteppichhafte „Handelsstaat“, schrieb der Philosoph Johann Gottfried Herder in seinen zwischen 1784 und 1791 erschienenen Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit, habe Europa „mehr zu einem Gemeinwesen gemacht als alle Kreuzfahrten und römischen Gebräuche“. Denn die Hanse ging „über Religions- und Nationalunterschiede (…) hinaus und gründete die Verbindung der Staaten auf gegenseitigen Nutz, auf wetteifernden Fleiß, auf Redlichkeit und Ordnung. Städte haben vollführt, was Regenten, Priester und Edle nicht vollführen konnten und mochten: Sie schufen ein gemeinschaftlich-wirkendes Europa.“
26-03-19 163° rechnet mal nach – und gibt spannende Einblicke
Der YouTube Kanal von Oliver Krüger „163°“ hat sich mal die Mühe gemacht, nachzurechnen, wie das mit dem Elektroauto laden denn so konkret aussehen kann, was dabei welche Rolle spielt, welche Geschäftsmodelle da dran hängen und ich finde das super spannend und hilfreich.
Schon im Jahr 1937 hat ein kluger Mensch (Karl Loewenstein) über das Phänomen Faschismus geschrieben. „Faschismus ist keine politische Philosophie, es ist die Technik der politischen Emotionalisierung.“
„Für Katherina Reiche, Friedrich Merz, Jens Spahn und, wie es scheint, auch für die SPD-Bundestagsfraktion, ist das primäre Problem offenbar nicht mehr die sich beschleunigende Erhitzung unseres Planeten, sondern Robert Habeck. [..] Die Pressekonferenz, auf der ein aufgeregt wirkender Jens Spahn (CDU) mit weit aufgerissenen Augen von der Freiheit im Heizungskeller schwärmte, wirkte wie ein Exorzismusschauspiel. Ausgetrieben werden sollte offenbar der Dämon Habeck.“
„Die Lösungswege sind längst bekannt. [..] »Habeck ist doof« ist aber keine Strategie.“
26-03-01- Mein kleiner Beitrag zum di.day (kind of)
Es gibt mit dem Bibbot ein schönes Werkzeug, um über den Zugang in einer öffentlichen Bibliothek Zugang zu vielen verschiedenen weiteren Angeboten kostenlos zu bekommen.
Fire fox Extension bibbotbibbot @ githubBibliotheksseite
einfach Extension laden, konfigurieren und loslegen.
Besser informiert und unterhalten und(!) man unterstützt die kommunale / föderale Wissenslandschaft!
Wunderbarer Rant der wunderbaren Sarah Bosetti, (spoiler: ich habe auch keinen Bock auf Faschismus)
„Parallel investierte Bezos 75 Millionen Dollar in einen offenbar grauenhaften Werbefilm über Donald Trumps Gattin Melania, der überall außerhalb der USA trotz gigantischer Werbekampagnen floppt (und nie seine Kosten einspielen wird). Aber darum geht es auch nicht, sondern um Bestechung: Mehr als zwanzig Millionen Dollar fließen offenbar direkt in die Taschen der Trumps. Dass der US-Präsident die Prinzipien freier Märkte und die Grundsätze der modernen Ökonomik ständig mit Füßen tritt und die US-Zentralbank angreift, finden die Milliardäre den »Post«-Editorials zufolge nicht gut. Aber immerhin hat Trump ja ihre Steuern gesenkt. Es geht immer nur um noch mehr Geld. Koste es, was es wolle.
Tatsächlich sind Leute wie Bezos, Musk, Thiel und Trump nicht die Ayn-Rand-Übermenschen, für die sie sich halten. Sie verwechseln Reichtum mit Weisheit. Sie sind, psychologisch betrachtet, größenwahnsinnige, machtgierige Ausreißer, nicht der logische Endpunkt gemeinwohldienlicher Grundmechanismen. Die Epstein-Akten erlauben jetzt einen düsteren Einblick in eine Welt, in der sich solche Leute unter ihresgleichen fühlen .
Gesellschaften, die die Idee akzeptieren, dass grenzenlose Gier gut und universell ist, gehen von einer grotesk verzerrten Wahrnehmung der menschlichen Natur aus. Das geht irgendwann schief. In den USA kann man das derzeit beobachten.“