stream of consciousness


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26-02-13


26-02-12


Wunderbarer Rant der wunderbaren Sarah Bosetti, (spoiler: ich habe auch keinen Bock auf Faschismus)


„Parallel investierte Bezos 75 Millionen Dollar in einen offenbar grauenhaften  Werbefilm über Donald Trumps Gattin Melania, der überall außerhalb der USA trotz gigantischer Werbekampagnen floppt  (und nie seine Kosten einspielen wird). Aber darum geht es auch nicht, sondern um Bestechung: Mehr als zwanzig Millionen Dollar fließen offenbar direkt in die Taschen der Trumps. Dass der US-Präsident die Prinzipien freier Märkte und die Grundsätze der modernen Ökonomik ständig mit Füßen tritt und die US-Zentralbank angreift, finden die Milliardäre den »Post«-Editorials zufolge nicht gut. Aber immerhin hat Trump ja ihre Steuern gesenkt. Es geht immer nur um noch mehr Geld. Koste es, was es wolle.

Tatsächlich sind Leute wie Bezos, Musk, Thiel und Trump nicht die Ayn-Rand-Übermenschen, für die sie sich halten. Sie verwechseln Reichtum mit Weisheit. Sie sind, psychologisch betrachtet, größenwahnsinnige, machtgierige Ausreißer, nicht der logische Endpunkt gemeinwohldienlicher Grundmechanismen. Die Epstein-Akten erlauben jetzt einen düsteren Einblick in eine Welt, in der sich solche Leute unter ihresgleichen fühlen .

Gesellschaften, die die Idee akzeptieren, dass grenzenlose Gier gut und universell ist, gehen von einer grotesk verzerrten Wahrnehmung der menschlichen Natur aus. Das geht irgendwann schief. In den USA kann man das derzeit beobachten.“

Quelle: Wenn Gier gut ist, sind die Gierigsten die Besten